Projektziele:
Ziel von IN² ist eine radikal verbesserte Ausschöpfung vorhandener Innovationspotenziale durch die konsequente Verknüpfung von Wissensmanagement und Produktentstehungsprozess von der Profilfindung bis zur Modellierung von Profil und Gestalt des Produktes. Hierzu sollen die geeigneten Methoden, Werkzeuge und Prozesse identifiziert und eine mehrstufige und skalierbare Einführungsstrategie für deren Anwendung in Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branche entwickelt werden.


Aus diesem übergeordneten Ziel lassen sich die folgenden Teilziele Formulieren:

  • Es müssen Methoden und Vorgehensweisen erarbeitet und dokumentiert werden, mit denen in einem Unternehmen die bestehenden Entwicklungsprozesse geeignet untersucht und bewertet werden können.
  • Es muss untersucht und dargestellt werden, welche Arten von Wissen im Laufe von Produktentstehungsprozessen generiert und benötigt werden.
  • Es muss herausgearbeitet werden, mit welchen Methoden entlang des Produktentstehungsprozesses dieses Wissen geeignet generiert und strukturiert werden kann.
  • Es müssen „Best Practice Vorlagen“ erstellt werden, die zeigen, welches Wissen auf welche Art und Weise geeignet dokumentiert wird (Wissensobjekte).
  • Es muss ein Bewertungsmodell erstellt werden, mit dem der Wert von Wissensobjekten anhand messbarer Kriterien bestimmt und prognostiziert werden kann.
  • Es muss ein Anreizsystem erarbeitet werden, das auf der Bewertung der Wissensobjekte basiert.




Problemlage:
Impulse für Innovationen können auf vielfältige Art im Unternehmen gesetzt werden, z.B. Kundenwünsche, neue Märkte, Gesetze oder Technologien, Wettbewerbsprodukte oder Reklamationen. Informationen über derartige Impulse im Unternehmensumfeld werden in der Regel in unterschiedlichen Fachabteilungen der Unternehmen generiert. Information unterscheidet sich von Wissen insofern, als dass aus Information erst kontextspezifisch Wissen entstehen kann, also abhängig von der Situation und der Person, die mit den Informationen interagiert: dem Wissensträger. Wie aber Informationen aus dem Unternehmensumfeld gezielt in Wissen bei den relevanten Wissensträgern (den Entwicklern) überführt werden können, dazu fehlt es aus heutiger Sicht in den Unternehmen an geeigneten Prozessen, Methoden und Werkzeugen, die dabei unterstützen, diese Informationen zu erarbeiten, zu verarbeiten und auf sinnvolle Art und Weise den Entwicklungsbereichen im Unternehmen zugänglich zu machen.


Vorgehensweise:
Zur Erreichung der Ziele werden Untersuchungen in 5 zentralen Arbeitspaketen angestellt
  • Analyse und Benchmark von Methoden und Werkzeugen
  • Analyse definierter und implizit ablaufender Produktentstehungsprozesse
  • Arten von Wissensobjekten in der Produktentstehung
  • Bestimmung des Wert von Wissen in der Produktentstehung
  • Anreizsysteme für nachhaltiges Wissensmanagement in der Produktentstehung


Projektergebnisse und Anwendungspotenziale:
Die Ergebnisse werden in einem Schulungs- und Einführungsprogramm aufbereitet, in dem Schritt für Schritt verschiedene Lektionen zur Einführung eines wissensbasierten Innovationsprozesses durchlaufen werden können. Das Schulungs- und Einführungsprogramm wird in einem virtuellen Coach zur Steigerung der Innovationskompetenz festgehalten und präsentiert.



Die Applikation für Innovationsmethoden wird ein im Rahmen von IN² entwickeltes, softwaregestütztes Schulungskonzept, das zusammen mit Hintergrunddokumenten und empirischen Daten aus dem Projekt auf einem mobilen Gerät installiert wird. Es ist vorgesehen die Applikation auf einem Tablett PC zu installieren. So können verschiedene Lektionen an beliebigen Orten im Unternehmen mit den jeweils betroffenen Personengruppen durchgeführt werden.
Die Verwertung der Ergebnisse erfolgt auf drei grundsätzlich verschiedene arten:
  1. Anwendung der Forschungsergebnisse zur Steigerung der Innovationseffizienz und –kompetenz im Unternehmen
  2. Verbreitung der Ergebnisse in Form von Schulung und Dienstleistung
  3. Verwertung der Ergebnisse in Forschung und Lehre

Möglichkeiten für interessierte Unternehmen:
Interessierte Unternehmen können sich im Rahmen des Industriearbeitskreises (IAK) aktiv am Projekt beteiligen. Während der Projektlaufzeit werden dem Industriearbeitskreis die Zwischenergebnisse des Projekts vorgestellt und mit den Mitgliedern des IAKs diskutiert. So können diese die aktuellsten Forschungsergebnisse verfolgen und davon profitieren.

Bei Interesse können Sie sich gerne an die Projektkoordinatoren wenden.